Das neue Buch über die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen von Martin Barde und Lars Hochmann Zum Start, scrollen ...

Veranstaltungen: 11. Mai 2019, Lübeck (Lesung und Autorengespräch)

Stimmen zum Buch

»Ein sorgfältiger ›tour d’horizon‹ aller Aspekte, die bei jedweder Beschäftigung mit dem Thema Streuobstwiese zu klären sind … eine Nachschlagefibel, die jeder mit Streuobst arbeitende (Hobby)Pomologe zur Hand haben sollte, um mögliche Fehler zu vermeiden und Anregungen aufzunehmen, wie die Wertigkeit von Streuobstwiesen vermittelt werden kann.«

Dr. Peter Lock, Sozialwissenschaftler und Hobby-Pomologe

»Streuobstwiesen stehen für Vielfalt, die gegenwärtig so dramatisch wie nie zuvor zerstört wird. Martin Barde und Lars Hochmann zeigen exemplarisch an diesem Feld, dass Renaturierung nicht nur möglich ist, sondern auch wirtschaftlich tragfähig gemacht werden kann - mit einem zukunftsfähigeren Verständnis von Ökonomie, als wir das üblicherweise gewohnt sind.«

Prof. Dr. Reinhard Pfriem, Professor für Unternehmensführung und Betriebliche Umweltpolitik

»Alles, was jetzt aus den öffentlichen Töpfen finanziert wird, wird angelegt und anschließend vergessen. Klasse ist, dass in dem Buch Naturschutz und Landwirtschaft in einer ökonomischen Dimension zusammengeführt werden. Das ist super für unsere Kinder und unsere Zukunft!«

Oleg Ceban, Streuobstexperte und Inhaber einer Baumschule für alte Obstsorten

»An einem solchen Herangehen hat es uns schon immer gefehlt. Man ist mit viel Ideologie und überbordendem Naturschutzgedanken drangegangen. An Erhalt wurde nicht gedacht. Ein dauerhafter Erhalt geht aber nur, wenn es wirtschaftlich gedacht wird!«

Meinolf Hammerschmidt, Pomologe und Experte für alte Apfel- und Birnensorten

»Was wir denken können, können wir auch möglich machen! Einblicke in unternehmerisches Denken und Handeln der besonderen Art: knackig und frisch – wie der Apfel frisch vom Baum – zeigt das Buch neue Wege auf, wie und was jede(r) von uns unternehmen kann, um sozialökologische Vielfalt zu fördern!«

Prof. Dr. Stephanie Birkner, Professorin für Female Entrepreneurship

Kapitel 1

Wie am Reißbrett geplant sieht das Einheitsobst aus, das wir heute überall und jederzeit im Supermarkt kaufen können. Gleichbleibende Beschaffenheit und permanente Verfügbarkeit – was auf den ersten Blick als ökonomische Errungenschaft wirkt, konnte nur durch massive Zerstörung sozialökologischer Vielfalt und regionaler Besonderheiten auf den Weg kommen. Im ersten Kapitel markieren und entfalten wir eine problematische Praxis im Intensivobstbau und setzen ihr den Streuobstbau als echte Alternative für eine Agrarwende entgegen.

Kapitel 2

Häufig reden wir über Wirtschaft, als wäre völlig klar und eindeutig, worum es dabei geht. Im zweiten Kapitel spüren wir intensiver der Frage nach, wie es uns selbstverständlich werden konnte, dass Wirtschaft Leben und Lebendiges unterdrückt, es gar vernichtet. Wir zeigen, dass Ökonomie kein zeitloses Gesetz ist, sondern ein Zusammenspiel kultureller Verhaltensweisen, die so sind, wie sie sind – aber eben immer auch ganz anders möglich bleiben.

Kapitel 3

Im dritten Kapitel thematisieren wir, dass es so etwas wie eine ursprüngliche, richtige oder wahre Natur gar nicht (mehr) gibt. Sowohl regionale Obstsorten wie auch das Einheitsobst aus dem Supermarkt sind Natur. Es gibt keinen objektiv richtigen oder absolut überlegenen Obstbau. Es gibt nur verschiedene ernährungskulturelle Orientierungen. Diese sind nicht notwendig, sondern beruhen auf politischen Willensbildungen, wie wir Lebensmittel erzeugen und verzehren wollen.

Kapitel 4

Die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen kultiviert und fördert eine sozialökologische Vielfalt. Und sie ist möglich. Dass Unternehmerinnen und Unternehmern eine Streuobstwirtschaft problemlos gelingt, ist jedoch keineswegs sicher. Sicher ist nur, dass es eine ganze Menge zu beachten gibt. Was bei dem Anlegen von Streuobstwiesen, dem Anbauen von regionalem Obst, dem Veredeln der Erzeugnisse und dem Vertreiben von Streuobstprodukten praktisch zu beachten ist, legen wir im vierten Kapitel dar.

Kapitel 5

Ein genussvolles und lebenswertes Leben braucht demokratiefähigere Wirtschaftsformen. Ein echtes Unternehmertum, das an der sozialökologischen Vielfalt arbeitet, kann Anregungen dafür geben, wie das heute und zukünftig besser gelingen kann. Zum Abschluss des Buches legen wir im fünften Kapitel in programmatischer Absicht dar, dass dies auch einen neuen Typ von Wissenschaft erfordert, den wir Möglichkeitswissenschaft nennen.

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